Hilfe, mein Kind nuckelt!

Wie ihr sicher schon wisst, toben bei uns zu Hause zwei Wirbelstürme: Madame (4) und Monsieur (2). Meine Tochter ist ein besonders aufregendes Exemplar Kind: schlau, eigensinnig, selbstbestimmt. Sie rast durch die Bude, lacht sich schlapp, tobt, brüllt. Andere würden sagen: Besserwisserisch, stur, zickig. Ich sage: alles Ansichtssache! Wer etwas zu sagen hat, wird nicht immer jedem gefallen.

Die Autonomiephase von Madame begann sehr früh. Mit ungefähr sieben Monaten beschloss sie einfach irgendwie, dass sie nicht mehr gestillt werden wollte. Wir supplementierten mit dem Fläschchen, welches nach kleinen Startschwierigkeiten richtig gut bei ihr ankam und ihr Autonomiebestreben noch untermauerte, weil: nicht an Mama geklebt! Dies war ihr erster, großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Außerdem schlief sie nicht gerne im Elternbett, lieber daneben, beigestellt. Mit etwas über einem halben Jahr bezog sie ihr eigenes Zimmer, das große Bett ohne Gitterstäbe folgte konsequenterweise noch vor dem zweiten Geburtstag. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon den Umzugswagen vorfahren.

Die Rituale bleiben: Abends schauen wir gemeinsam ein Buch an, manchmal darf ich noch ein Liedchen singen, und wenn Madame besonders großzügig gelaunt ist, sogar ihren Rücken kraulen. Nicht, dass sie dabei einschlafen würde. Diese Entscheidung gibt sie nicht aus der Hand! „Es reicht jetzt, Mama, du kannst gehen.“ Hmpf. Mein erstes Kind, und dann ein so selbstständiges, das hatte ich irgendwie anders erwartet. Klar ist es bequem, denn selbst als kleines Baby war Madame überhaupt nicht anstrengend! Ich hatte während der Schwangerschaft so viele Geschichten über das erste Baby gehört und gelesen und war auf viel Geschrei und durchwachte Nächte eingestellt. Als diese dann in echt nur sehr selten eintraten, war ich fast ein bisschen enttäuscht. Wie gerne wäre ich öfter neben meiner kleinen Madame eingedöst, hätte sie beschützt, gewärmt und mich unentbehrlich gemacht.

Stattdessen konnte es ihr nicht schnell genug gehen. Mit 8 Monaten stand sie kerzengerade im Laufgitter, stets vorwurfsvoll dreinblickend. Die Krabbelphase dauerte nicht länger als ein Wimpernschlag, laufen lernen war ein rechter Klacks. Hauptsache weg! Das Sprechen, denn so richtig Spaß macht das Leben als Kleinkind ja erst, wenn man seine Eltern schön rumkommandieren kann, hat sie heimlich gelernt. Bald zählten wir nicht die mehr Wörter in einem Satz, sondern die Hypotaxe. Es sprudelte von heute auf morgen einfach so aus ihr heraus, beinahe fehlerlos.

„Ei-s-sch-olle, Mama! Schsch! Wie ein Zug! Schschsch-Ei-s-sch-sch-scholle!“ verbessert sie mich, als ich mich mal verlesen hatte. Immer. Wenn. Ich. Mich. Verlese. Ich lese mittlerweile absolut fließend und sehr professionell vor! Sollte mir doch einmal ein Fehler unterlaufen, berichtige ich mich unverzüglich. Die Königin erlaubt keine Fehler! Und: Die Königin weiß alles.  „Was heißt Tschämpjon, Mama?“ „Das heißt Sieger“ „Ich weiß, dass das Sieger heißt!“, ihr erhobener Zeigefinger ist dabei obligatorisch. Klar.

Ihre Gedanken sind ein Himmelreich, sie quasselt ununterbrochen, fragt, stellt fest, kommentiert, scherzt. Sie sagt, was sie denkt. Es gibt Menschen, die ihr durch ihre bloße zweisekündige Anwesenheit missfallen. Ich nenne das gute Menschenkenntnis, manche finden es allerdings unhöflich, nicht sofort gemocht und in die Arme geschlossen zu werden. Selbst Schuld, wer unsympathisch ist! Körperliche Zuwendung bekommt nur, wer bei Madame bei ihr einen Berg Steine im Brett hat. Aus einer Umarmung windet sie sich meist schnell wieder heraus, Küsschen mag sie gar nicht, vor allem nicht die der beiden Omas. Madame redet lieber. Sie kann ellenlang darüber berichten, was sie so tut und warum und mit wem sie gerade spielt und was sie sonst noch so beschäftigt. Nahrungsaufnahme ist zweitranging in ihrem Universum, denn mit vollem Mund erzählt es sich schlecht. Mit dem Schlaf hält sie es ebenso. Sie schläft gut, aber nicht lange und schon gar nicht tagsüber, so eine Zeitverschwendung! In der Kita-Krabbelgruppe singen sie noch heute ein Lied davon, wie alles schlief und nur Madame ihr Köpfchen immer wieder in die Höhe reckte.

Momentaufnahme, so geschehen letzte Nacht: Ein Schrei, lautes Weinen aus dem Kinderzimmer. In dieser Nacht schlafen beide Kinder dort, Madame natürlich von Anfang an, der Monsieur wurde von meinem Mann ein paar Stunden später ins Kinderbettchen getragen. Ich bin sofort hellwach, denn das Babyphone überträgt die Laute ja noch dramatischer, als sie in Wirklichkeit sind. Es war mein Mädchen, das da weinte. Ich springe also auf, so gut von der Tarantel gestochen wie es um halb 5 Uhr morgens eben geht, sprinte ins Nebenzimmer und rette meine Tochter. Sie hat schlecht geträumt, ich nehme sie in meine Arme und trage sie zu uns ins Bett, um sie zu beruhigen, sie zu halten und ihr ganz einfach zu zeigen, dass sie nicht alleine ist. Den Inhalt ihres Albtraumes will sie nicht mit mir teilen, ich vermute, sie mag sich einfach nicht daran zurück erinnern. Wir kuscheln uns also zusammen, Madame ganz außen, damit sie sich nicht eingeengt fühlt. Nach allerhöchstens 3 Minuten fragt sie: „Kann ich jetzt wieder in mein Bettchen?“ Ich rappele mich auf, murmele „Ja, mein Schatz, natürlich kannst du“ und trage sie zurück. Licht aus, Schlaf an. Alles in Butter.

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Madame im Traumland

Madame wacht in der Nacht oft auf. Manchmal berichtet sie von den wildesten Gedanken und Träumen und kann nicht wieder einschlafen, da hilft dann nur ein Nachtlicht und Bibi Blocksberg. Um ihr Gedanken vorm einschlafen ein bisschen zu ordnen, lassen wir am Abend gemeinsam den vergangenen Tag noch einmal Revue passieren. Dabei stelle ich ihr offene Fragen und versuche zu ergründen, was sie heute besonders beschäftigt hat. Als Letztes sprechen wir immer über ein schönes Erlebnis, einen tollen Ausflug zum Beispiel. Dann gebe ich ihr ein Küsschen auf die Stirn, wünsche ihr eine gute Nacht und sage ihr, dass ich sie lieb habe. Wenn sie nämlich auch nur ein bisschen nach mir kommt, ist sie so ein Mensch, der seine Probleme am liebsten mit sich selbst ausmacht. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass mir diese Eigenschaft das Leben oft unnötig schwer gemacht hat. Es ist wichtig, sich mitzuteilen, nicht unbedingt, weil man Hilfe erwartet, sondern damit man nicht immer alleine mit seinen Sorgen ist. Und manchmal ist ein anderer Blickwinkel auch genaus das, was man braucht. Madame ist eigentlich sehr mitteilungsbedürftig, quasselt ununterbrochen, philosophiert über dies und das und sagt oft sehr schlaue Dinge. Sie erkundigt sich regelmäßig nach der Uroma im Himmel, die vor über zwei Jahren gestorben ist. Fragt den Papa Wochen später, ob eigentlich sein Knie wieder gesund ist. Konstatiert, dass sie endlich nach Australien in den Urlaub fahren möchte. Sie kann aber auch sehr gut zwischen den Zeilen lesen und hat ein unglaubliches Gedächtnis, in dem leider auch Dinge gespeichert sind, die sie lange beschäftigt oder gegruselt haben.

So bitte, das ist unsere Madame. Selbstbestimmt, unabhängig, intelligent, schön, beinahe 5 Sommer auf der Welt. Eine lange Einführung in das eigentliche Thema, notwendig jedoch, damit mir am Ende kein Freizeitpädagoge kommt und sagt: „Du musst das Kind einfach mal mehr in den Am nehmen!“ oder so. So eigenständig sie ist, so sehr schlummert in ihr doch eine zarte, verletzliche Seele. In welchem Kind nicht, fragt der Kenner. Klar, manche zeigen es nur nicht so, wie meine Madame eben. Und doch macht sie diese eine Sache, die so gar nicht zu ihr passen mag: Sie lutscht am Daumen. Nicht oft, aber immer mal wieder, und in jedem Fall wenn sie müde ist. Sie hat einige Kuscheltiere, die in ihrer Beliebtheit je nach Tagesform variieren, keines aber, das überall hin mit muss. Helfershelfer der ersten Stunde ist das „Nuschi“, ihr Schnuffeltuch, oder wie die Erzieher in der Kita es seit nunmehr 3 Jahren unromantisch nennen: ihre Windel. Die beiden, Nuschi und Daumen, gibt es nur im Doppelpack. Es geht nicht ohne. Ohne Tuch kein Nuckeln. Kein Nuckeln ohne Tuch. Da kommt jetzt bestimmt jemand auf die grandiose Idee, ihr das Tuch einfach wegzunehmen. Oder die Tuchfee zu rufen. Unmenschen! Das bringe ich nicht über’s Herz. Niemand würde seinem Kind das liebste Kuscheltier entwenden! Ihres ist eben ein Schnuffeltuch mit Knoten, der wiederum eine ganz bestimmte Form und Größe haben muss, damit er gut in ihre Hand passt. So kuschelt und knetet es sich besser. Ihr Nuschi begleitet sie bereits seit den ersten Lebensmonaten (eingeführt vom Papa, weil er es so kennt).

Viele werden sich jetzt fragen, warum meine Tochter mit vier Jahren immer noch am Daumen lutschen darf. Jeder Erzieher fragt sich das, und auch diverse Familienmitglieder. Auch ich habe mich das schon gefragt. Wie es eben so ist, arbeitet es in mir: Was habe ich falsch gemacht? Psychologen sprechen von einem kritischen Alter ab 3 Jahren, in dem Kinder nicht mehr am Daumen lutschen sollten, denn es würde ansonsten die Persönlichkeitsentwicklung schädigen. Es müsse andere Wege zur Gefühlskontrolle geben, heißt es. Ich grübele.

Ob aus diesen oder anderen Gründen, es ist gesellschaftlich nicht gern gesehen, wenn Kinder ab einem bestimmten Alter noch nuckeln. So wie auch Mütter gesellschaftlich nicht gern gesehen sind, die länger als 12 Monate stillen. Oder das Familienbett propagieren. Ich glaube ja, das Langzeitstillen und Co-Sleeping besonders förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung sind. Diese Dinge schaffen nämlich eine ungeahnte Nähe und sind die Basis für Vertrauen und kindliches Selbstbewusstsein. Und dann sehe ich mein Kind, mit Daumen im Mund, und ich ertappe mich: Muss das noch sein? Was fehlt ihr? Hätte ich länger stillen sollen? War ich nicht ausreichend für sie da? Welchen Mangel an was kompensiert sie damit? Habe ich den Zeitpunkt verpasst, es ihr abzugewöhnen?

Doch eigentlich finde ich es gar nicht schlimm, dass meine Tochter nuckelt. Wenn ich so in mich gehe, dann denke ich, dass sie schon ihre Gründe dafür haben wird. Ich spreche mit ihr darüber, um zu erfahren, was das Nuckeln für sie so unentbehrlich macht. Sie erklärt mir dann sehr vernünftig, dass sie es einfach gemütlich findet. Es ist ihr durchaus bewusst, das andere sie dafür kritisieren, sie hat ja schon oft genug einen blöden Spruch abbekommen. Jedenfalls proklamierte Madame kürzlich: „Wenn ich fünf Jahre alt werde, dann nuckele ich nicht mehr! Dann bin ich groß.“ Sicher, für sie ist das ein plausibler Vorschlag, denn die Tage bis zu ihrem 5. Geburtstag sind für sie zeitlich noch nicht richtig greifbar.

Ich glaube, ich würde mir weniger Gedanken um ihre Nuckelgewohnheiten machen, wenn nicht allernorts jemand zu meiner Tochter sagen würde „Na, ist der Daumen nicht bald aufgelutscht?“, „Gib her, darf ich auch mal?“, „Pass auf, der Daumen fällt eines Tages ab!“ oder „So ein großes Mädchen, und dann nuckelt es noch wie ein Baby!“. Oder wenn jemand versucht, ihr den Daumen aus dem Mund zu ziehen. Solche Übergriffigkeiten habe ich bis jetzt unbeholfen belächelt, bestenfalls ignoriert. Aber sie tun mir weh, und ich glaube, auch meine Madame kann darauf verzichten. Sie ist gut so, wie sie ist. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft mit folgendem Satz zu antworten: „Wir haben das im Griff!“ Diese Idee habe ich aus einem Artikel, der das Thema etwas sanfter anpackt, und dieser Satz gefällt mir richtig gut. Das Beste ist, dass ich ihn beliebig verwenden kann, sollte jemand mal wieder ein paar oberschlaue Ratschläge zum Thema Kindererziehung parat haben.

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Wir sind super und haben das im Griff!

Vermeintliche Gründe für’s Nuckeln sind u.a. Langeweile, Wut, Trotz oder Angst. Für Madame scheinen diese Gründe nicht zuzutreffen. Gegen ihren erklärten Willen beispielsweise läuft bei Madame in der Regel gar nichts. Auch wenn mich das im Alltag oft zur Weißglut treibt, so halte ich es doch für eine lobenswerte Charaktereigenschaft. Bevormundungen werden mit „Ich weiß schon längst, wie das geht!“ entkräftet. Wenn Madame wütend ist, hat sie einen gehörigen Anfall und schimpft wie ein Rohrspatz, mit betont grimmiger Mine, übertriebenes Augenfunkeln- und rollen inklusive. Gelangweilt herumlungern sehe ich sie auch selten, wenn Madame unterhalten werden will, lehrt sie ihren Bruder einfach irgendein Kunststück, bei dem uns Eltern verlässlich die Herzen in die Hosentaschen plumpsen und schon ist Alarm in der Bude.

Wenn Papa oder Mama meckern, wehrt sie sich meist so wortreich, dass wir lachen müssen. Nur wenn andere Menschen mit ihr schimpfen, dann zieht sie sich manchmal zurück und nuckelt. Mit Kritik von Fremden kann sie nicht gut umgehen, schnell füllen sich ihre Augen mit Tränen. Ungerechtigkeiten sind ihr ein Graus, darauf reagiert sie sehr sensibel. Ist ein Elternteil in der Nähe, darf es trösten, wenn nicht, dann übernimmt das Nuschi mit Däumchen. Wenn sie Angst hat, dann sucht sie Nähe und kommuniziert ihre Sorgen. Nach einem anstrengenden Tag sitzt sie auch manchmal einfach ganz zufrieden auf meinem Schoß und nuckelt vor sich hin.

Ich empfinde ihr Nuckeln tatsächlich als eine der wenigen Sachen, die erkennen lassen, dass sie eben noch ein kleines Kind ist. Kleine Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Madame geht mit großen Schritten voran, sie wird so schnell groß und ist dabei recht unkompliziert.

So sehr ich viel öfter mit meinem Mädchen kuscheln möchte, ich kann sie nicht dazu zwingen. Es ist nicht die Zuneigung, die ihr fehlt. Ich finde, sie kann ganz gut mit Konflikten umgehen, zumindest kann sie gut über ihre geringe Frustrationstoleranz hinweg diskutieren. Es fällt ihr schwer, das Zepter aus der Hand zu geben, und ich werde nicht müde, ihr gegenüber zu betonen, dass man auch mal sagen darf „Ich brauche Hilfe“.

Vielleicht lutsch sie auch einfach nur deshalb am Daumen, weil sie sich damit wohlfühlt. Ich werde einen Teufel tun, ihr den Daumen aus dem Mund zu zerren. Ich werde sie weiterhin begleiten. Natürlich habe ich Angst vor Zahnfehlstellungen oder Kieferverformung. Der Daumen sieht auch schon etwas lädiert aus. Selbst wenn ich meiner Tochter das Nuckeln abgewöhnen wollte, ich wüsste nicht wie. Schnullerfee, Schnullerbaum oder ähnliches fallen ja aus. Belohnungen für’s Nichtnuckeln, Lob wenn der Daumen nicht in den Mund wandert? Das kann ich kaum absehen, tagsüber nuckelt sie auch eher selten. Natürlich lässt mich diese Daumenlutscherei nicht völlig kalt, sonst würde ich ja ach nicht darüber schreiben. Psychologische Schäden oder gar Entwicklungsstörungen befürchte ich nicht. Kieferfehlbildungen schon eher, deshalb wird der Zahnarzt regelmäßig besucht. Doch am Ende ist es, wie es ist. Schnuller, Daumen, Kuscheltuch, Lieblingsspielzeug, Schmusedecke – viele Kinder haben irgendetwas, das ihnen Trost spendet, wenn die Eltern mal nicht greifbar sind. Wir lieben unsere Madame über alles und zeigen ihr das auch, doch auch wir sind eben nicht rund um die Uhr erreichbar, nicht wenn sie in der Kita ist noch bei der Oma. Es ist okay, ein Kuschelirgendwas zu haben.

Das liebste Kuscheltier, Schnuffeltuch und Trösterle ihres kleinen Bruders bin übrigens ich. Kein Abend ohne Co-Einsleeping, am liebsten mit angeschlossenem Co-Durchsleeping. Madame weiß natürlich, dass Mama sich nicht zweiteilen kann und ist heilfroh, dass sie ihr Zimmer ganz für sich alleine hat, während Mama im Nebenzimmer ewiglich den kleinen Bruder in den Schlaf schaukelt. Meine beiden Herzepünktchen! So verschieden, und doch so vertraut.

Das blöde schlechte Gewissen und die Unsicherheit wegen tausend verschiedener Dinge können mich mal. Meine Kinder sind, wie sie sind. Und alle, die ähnliche Sorgen haben oder von Unsicherheiten und blöden Kommentaren von außerhalb geplagt sind, sagen jetzt einmal ganz laut:

„WIR HABEN DAS IM GRIFF!“

Na bitte, geht doch.

Eure Jasmin

 

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9 thoughts

  1. Vielen Dank für diesen universal einsetzbaren Satz. „Wir haben das im Griff“ wird mir in Zukunft auch helfen, wenn es darum geht, wann mein Kind denn endlich trocken wird oder ob die Nuckelflasche am Morgen denn wirklich noch sein muss. 😉 So wie du deine Tochter beschreibst, glaubt man fast, dass sie mit 5 wirklich von sich aus mit dem Nuckeln aufhören wird. Einen festen Willen hat sie ja! 👍🏻 Ich drücke die Daumen!

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    1. Danke Dir :) Ich freue mich tatsächlich schon auf den Moment, jemanden mit diesem Schatz zu schocken ;) Dass wir da noch nicht selber drauf gekommen sind, was?
      Und was das „trocken werden“ etc. angeht: Sind wir heute nicht alle in der Lage, auf Toilette zu gehen? Madame war auch recht „spät“ trocken, dafür ging’s dann aber schnell, auch nachts. Vielleicht sind manche Kindern einfach mehr damit beschäftigt, in anderen Bereichen zuzulegen. Schnell trocken werden ist ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert, wie ich finde, und das kann gerne in die Tonne mit den Suppenkaspern, Daumenlutschern und anderen merkwürdigen Erziehungsmaximen! Wir haben das im Griff :)

      Gefällt 1 Person

  2. Ich glaube, dass ihr den richtigen Weg geht. Offensichtlich braucht deine Maus den Daumen noch zur Selbstregulation. So wie du deine Kleine beschreibst, ist sie ein sehr aktives und neugieriges Kind, das viele Eindrücke zu bewältigen hat. Da tut es ihr sicherlich gut, wenn sie mittels Daumen lutschen zu ein wenig Ruhe kommt. Und vielleicht verzichtet sie ja wirklich mit 5 von selbst darauf … 😉
    Liebe Grüße, Simone

    Gefällt 2 Personen

  3. Das ist lieb, danke Dir! Ich denke auch, dass es vor allem um die Bewältigung der vielen Eindrücke geht, gerade weil sie eine blühende Fantasie hat und auch recht sensibel ist. Bin mal gespannt, im September schlägt ihre Stunde der Wahrheit! Ich werde berichten ;)
    Sonnige Grüße!

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