Die narkoleptische Schönwetter-Sozialistin oder 1000 Fragen an dich selbst – #3

Es ist wieder soweit! Es ist Zeit für 1000 Fragen an mich selbst, Lahmarsch-Edition!

Aktuell stecke ich knietief in den Recherchen zu meinem nächsten Beitrag über Egoismus und Elternschaft, der für letzte Woche geplant war, nun aber wahrscheinlich nicht vor Oktober 2020 fertig sein wird. Will sagen, ich stecke fest. Will sagen, ich werde noch ein „kleinet bissken“ mehr Zeit brauchen, um meine Gedanken zu sammeln. Es ist ein aufregendes Thema, ich weiß nur selber noch nicht, wohin es mich verschlägt. Manchmal gefallen mir meine eigenen Erkenntnisse nicht, weil ich eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus wollte. Kennt ihr das auch?

Und jetzt weiß ich auch nicht: ab in die Tonne damit oder Augen zu und durch? Entscheidungen, so schwer für die Waage.

Zur zerstreuenden Ablenkung und damit es hier nicht langweilig wird, habe ich mich dem dritten Teil der 1000 Fragen-Challenge gewidmet. 1000 Fragen an dich selbst – ein Idee von Johanna, die den schönen Blog Pinkepank betreibt. 1000 Antworten von mir selbst, die ich manchmal gar nicht weiß, wohin mit mir. Nur soviel: Die Fragen bleiben spannend und sind diesmal genau mein Humor!

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei euch, den Lesenden, bedanken. Ich freue mich sehr über euer Engagement, eure Likes, Shares und Kommentare. Ich weiß, dass dieses Engagement nicht selbstverständlich ist, denn es gibt viele gute Blogger da draußen und noch mehr Plattformen mit tausenden Inhalten, die einem jeden Tag entgegen brüllen und konsumiert werden wollen. Und auch wenn mir die „Arbeit im back office“, wie ich sie gerne nenne, im Gegensatz zum Schreiben eher wenig Spaß bereitet, scheint es doch zu nützen. Ich bin sehr stolz auf jeden einzelnen Follower und habe schon viele andere tolle Blogs entdeckt, die ich, ohne euer Feedback, gewiss nicht gefunden hätte. Danke!

Jetzt aber genug tränengedrüst! Die Fragen 41 bis 60 wollen beantwortet werden, sprach das sich mühsam ernährende Eichhörnchen.

  1. Trennst du deinen Müll? Natürlich! Das tue ich sogar überaus akribisch. Ich renne auch schon mal mit einem einzelnen Bonbonpapier durch die ganze Wohnung, um es abfallgesetzkonform im gelben Sack zu versenken. Da kann der Restemülleimer direkt neben mir noch so laut jammern.
  2. Warst du gut in der Schule? In der Grundschule war ich unter den Klassenbesten, und irgendwie dachte ich, so ist Schule, ganz einfach! Dann kam ich auf’s Gymnasium und holla, von da an ging’s bergab. Auf einmal musste ich etwas für gute Noten tun – damit hatte ich nicht gerechnet. Mein Abitur habe ich dennoch gemacht, zwischen erster eigener Wohnung und folgerichtigem Kellnerjob bis nachts um 4, mit Ach und Krach und viel seelischen Beistand meines fantastischen Tutors. Ich würde gar behaupten, niemand war erleichterter als ich, mit der Schule fertig zu sein.
  3. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? Ich dusche nicht so lange, da habe ich immer schlechtes Gewissen wegen des Verbrauchs. Für ausgiebiges Duschen ist bei uns zu Hause allein mein Mann zuständig.
  4. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Unbedingt. Ich fände es sehr beunruhigend, wenn wir Menschen tatsächlich die „intelligenteste“ Lebensform im ganzen Universum wären.
  5. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf? Noch gehen beide Kids in die Kita, der Wecker klingelt also um 7.30 Uhr und wir schlagen dort um 9 Uhr auf. Das Langschläfer-Gen hat sich zum Glück von uns Eltern auf die Kinder übertragen. Unsere Madame muss meist geweckt werden und auch unser Monsieur kann, ausgebreitet über alle Eltern und das gesamte Bett, ganz herrlich ausschlafen.
  6. Feierst du immer deinen Geburtstag? Eher nicht. Meine Tochter hat 4 Tage vor mir Geburtstag und stiehlt mir immer frech die Show. Was freue ich mich auf ihre Teenager-Geburtstage, ich werde ihr dann nämlich vorschlagen, gemeinsam zu feiern. Ich kann ihre Begeisterung darüber förmlich schon spüren.
  7. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Facebook finde ich tatsächlich von Tag zu Tag langweiliger, der Newsfeed scheint lange unverändert zu bleiben. Wenn ich allerdings einen frischen Artikel gepostet habe, schaue ich öfter nach dem Rechten, um schnell auf Kommentare reagieren zu können.
  8. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Das Wohnzimmer, da ist immer was los! In unserem Wohnzimmer liegt mehr Spielzeug rum als im Kinderzimmer, alles was sich im Wohnzimmer befindet, wird regelmäßig bespielt, im Kinderzimmer befinden sich die Sachen geringeren Interesses. Dazu kommt, dass sich an unser Wohnzimmer eine offene Küche anschließt. Am Küchentisch erledige ich zusätzlich meine Schreib- und Büroarbeiten, teilweise unter unmenschlichem Geräuschpegel.
  9. Wann hast Du zum letzten Mal einen Hund oder ein anders Tier gestreichelt? Heute morgen, das einzige offiziell geduldete Tier in unserem Haushalt ist meine Katze Mü. Fun fact: Mein Mann hatte sich geschworen, niemals eine Frau mit Katze zu heiraten. Tja, nun. Dumm gelaufen!
  10. Was kannst du richtig gut? Ich habe eine außerordentlich gute Menschenkenntnis, kann ausgiebig über das Elend auf der Welt grübeln und auch sonst bin ich ein sehr schlechter Kapitalist.
  11. Wen hast du zum ersten Mal geküsst? Meinen allerersten Kuss bekam ich von meinem besten Kindergartenfreund T. Das war natürlich sehr unschuldig, wahrscheinlich wusste ich überhaupt nicht, was ich da tue. Aber ich mochte ihn sehr, bis zur Grundschule, als ich nicht mehr cool genug für ihn war. Man(n) stand dann wohl eher auf ältere Mädels.
  12. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? She’s Come Undone von Wally Lamb, das ganze Drama der Protagonistin Dolores hat mich im jugendlichen Alter von 15 Jahren sehr mitgerissen, obwohl ich mich eigentlich nicht gut mit ihr identifizieren konnte. Moon Palace von Paul Auster ist auch ein wunderbares Buch. Und weil ich schon als kleines Kind eine echter Bücherwurm war, bleibt Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren eines meiner Lieblingsbücher of all times!
  13. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Ich kann mit Stolz verkünden, dass ich im perfekten Brautkleid geheiratet habe! Der Entwurf stammt von meinem besten Freund und Schneider Michael Wolf und ist einem Kleid nachempfunden, das ich im Hollywood-Film Alice im Wunderland (2010) für mich entdeckt habe. Ich wollte nichts Klassisches, sondern ein fantasievolles, verspieltes, auffälliges Kleid. Schließlich heiratet man bestenfalls nur einmal im Leben. Das Kleid war wunderschön und saß „trotz“ 8-Monats-Bauch perfekt!blogpic_funkycollage
  14. Fürchtest du dich im Dunklen? Ja, leider! Meine furchtbare Angst im Dunklen rührt wahrscheinlich aus meiner Kindheit, denn wir haben sehr einsam gewohnt, weit draußen, sehr waldig, ohne Nachbarn. Außerdem gucke ich gerne Gruselfilme, und manche Bilder holen mich leider irgendwann wieder ein. Doch so sehr ich mich auch manchmal fürchte, als Mama darf ich mir das natürlich nicht anmerken lassen. Sollte mich aber mal jemand nachts im Wald aussetzen, wäre es wahrscheinlich um mich geschehen – Herzinfarkt oder so.
  15. Welchen Schmuck trägst du täglich? Meinen Ehering, darüber einen schmalen Ring mit dem Unendlichkeits-Symbol. Ich bin ja Optimist.
  16. Mögen Kinder dich? Das hoffe ich doch sehr! Meine eigenen mögen mich meistens schon, außer sie müssen abends ins Bett. Oder aufräumen. Oder sich beeilen.
  17. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Romantische Komödien, da kann ich nämlich abschalten wenn sie Murks sind, ohne mich darüber zu ärgern, viel Geld für einen vielleicht sehr vorhersehbaren Film ausgegeben zu haben. Meine persönliche Empfehlung in Sachen „romatic comedy“: How to Lose a Guy in 10 Days, ein stark unterschätztes Juwel seines Genres.
  18. Wie mild bist du in deinem Urteil? Ich bin sehr diplomatisch und versuche meist, einen Perspektivwechsel zu vollführen um die Aktion/ Reaktion des Anderen zu verstehen. Wenn jemand wiederholt Mist baut, dann habe ich aber auch irgendwann die Nase voll. Seine Freunde kann man sich aussuchen und das sollte man auch tun. Ich muss schon mit meiner Familie genügend Quatsch mitmachen.
  19. Schläfst du in der Regel gut? Ich brauche viel Schlaf und kann ganz ausgezeichnet in Autos, Zügen, Flugzeugen, Schiffen, Hotelbetten, Luftmatratzen oder Baumhäusern schlafen. Nur in Zelten mag ich nicht gerne übernachten, weil sich da der Sauerstoff so schnell drin veratmet. Camping-Urlaube sind überhaupt nicht meins.
  20. Was ist deine neueste Entdeckung? Seife für die Haare. ITFFF. Pogrammier-Tutorials für Coding-Idioten wie mich, die mir suggerieren, ich könnte das eines Tages auch. Hmpf.

Nach dieser Reihe Fragen habe ich direkt gute Laune und Bock auf Urlaub!

Diesmal hattet ihr es mit einer narkoleptischen Schönwetter-Sozialistin mit Tim Burton-Fimmel zu tun. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ihr mir trotz der immer neuen Einblicke in Haus, Hof und Hirn gewogen bleibt und wünsche euch einen guten Start in die Osterwoche, bestenfalls Urlaub, einen fleißigen Osterhasen und eine schöne Zeit mit Familie und Kind(ern)!

Ich werde jetzt noch eine Weile am Küchentisch sitzen bleiben. Vielleicht lest ihr hier auf The Happy Wife bald einen fantastisch recherchierten, überzeugenden, augenöffnenden Artikel über den Egoismus des Kinderkriegens. Vielleicht aber auch nicht.

Eure Jasmin

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3 thoughts

    1. Liebe allimo93, schön Dich zu sehen!

      Ich glaube viele Menschen haben Angst im Dunklen, so wie Du und ich, sie geben es nur nicht zu! Mein Mann zum Beispiel, der hat sich schon VOR unserem letzten Gruselfilmdate nicht mehr getraut, den Müll raus zu bringen :‘)
      Freut mich, dass Dir das Kleid gefallen hat, ich gebe es gleich weiter!

      Viele Grüße
      Jasmin

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