Multitasking Madness – Warum Mütter die weltbesten Manager sind

Als Mutter weißt Du, dass Du einiges um die Ohren hast. Aber ist Dir auch bewusst, wie viel es wirklich ist?

Bezüglich des Mutterschutzes oder der Elternzeit behauptet manchmal jemand, gerne auch der eigene Ehemann, dass man doch eigentlich genug Zeit habe für sich selbst und sie nur nicht richtig zu nutzen wisse, die viele, schier unendliche Zeit. Man wäre ja den ganzen Tag zu Hause und habe nicht viel zu tun, außer ein bisschen Haushalt und ein vielleicht ein bisschen kochen und ein bisschen auf die Kinder aufpassen. Und manchmal, in den finsteren Stunden der Unzufriedenheit und der Selbstkritik, habe ich mich selbst schon gefragt, was ich den ganzen Tag mache. Warum ich keine perfekte Mutter bin. Oder wenigstens eine perfekte Hausfrau. Oder zumindest nahe dran. Und dabei ist mir etwas klar geworden: Ich mache nichts weniger als DEN GANZEN VERDAMMTEN LADEN HIER AM LAUFEN ZU HALTEN!

Als back-up kannst Du gerne folgende Liste zitieren oder noch besser, dem Kritiker wortlos unter die Nase klatschen. Beschreibendes Erklären bringt nichts, in unserer Gesellschaft zählen nur die harten Fakten, schwarz auf weiß. Ich habe also eine kleine und auch erweiterbare Liste der Dinge erarbeitet, über die ich mehr oder weniger täglich nachdenke. Und Du bestimmt auch. Mein lieber Schwan, ist Dir bewusst wie VIEL Du organisatorisch neben dem bisschen Putzen, Waschen und Kochen sowie der Kinderbespaßung leistest, meine Liebe? Nein? Dass Du alles auch genauso gut im Griff hast, wenn Du wieder arbeiten gehst? Dass Du höchstens einen Minibruchteil von den Dingen delegierst, an den Mann vielleicht, aber nur mit Liste und hundertmal dran erinnern? Klingelt’s? Fangen wir an:

Wer weiß…

Wo sich das U-Heft befindet? Wie der Stand der Untersuchungen, Impfungen ist?
Wer terminiert die nächsten U-Termine, Zahnarzt, Augenarzt etc., wer nimmt sie wahr?

Wann die nächsten Termine für Elternversammlung, Entwicklungsgespräch, Kita-Fest, Lehrersprechtag, Wandertag, Klassenfahrt stattfinden?

Welche Treffen mit Freunden der Kinder, Geburtstage, Familienfeste, sonstige familiäre Verabredungen und Ausflüge anstehen?

Thema Hausapotheke: Wo befinden sich Nagelschere, Fieberthermometer, Inhalator und Medikamente? Was wird wann in welcher Dosis verabreicht?

Was wird zu Geburtstagen, Ostern, Nikolaus, Weihnachten verschenkt? Was wünschen sich die Kinder? Was wünscht sich der Rest der Familie, Brüder, Schwestern, Mütter, Väter, Omas, Opas…? Wer besorgt es? Was ist mit Geschenkpapier, Schleifenband etc.? Wer packt die Geschenke ein?

Wo sich die Winter- bzw. Sommerklamotten befinden? Welche Kleidergröße, Schuhgröße das Kind hat? Welche Sachen benötigt bzw. ersetzt werden müssen? Welche Schuhe für die Jahreszeit angeschafft werden müssen, wie sieht es aus mit Regenklamotten, Jacken, Handschuhen, Schals und Mützen?

Was muss dringend gewaschen werden, was genäht, was ist kaputt/ zu klein/ gefällt nicht und muss aussortiert werden? Wo kommt es dann hin, wer kann es noch gebrauchen bzw. kann es noch gespendet werden?

Gibt es genug passende Bettwäsche/ Bettlaken? Bettzeug wie Kissen bzw. Winter-/ Sommerdecken?

Gibt es noch genug…

Windeln, Feuchttücher, Wattestäbchen, Gesichtscreme/ Lotion, Zahnbürsten, Zahnpasta, Handseife, (Kinder-)Shampoo, Duschgel, Klopapier, Waschmittel, Weichspüler, Fleckensalz, Spüli, Tabs, Salz, Klarspüler, Lappen, Schwämme, Putzmittel, Müllbeutel, …? (Liste nach Bedarf vervollständigen)

Was ist im Kühlschrank? Was fehlt in der Vorratskammer?

Was isst wer am liebsten (Hauptgericht/ Nachspeise)? Wer kocht?

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Wer kümmert sich um…

Paiperkram wie Anträge (Kindergeld, Kita-Platz usw.), Fragebögen, Formulare?

Spielzeug, achtet auf ökologische Standards, Vorlieben, Wirtschaftlichkeit, und sortiert dann auch wieder aus?

Die Kinderzimmer? Wandfarbe, Möbel, Boden, Lampen, Deko?
Den Rest der Wohnung im ästhetischen Sinne?

Wer beschäftigt sich intensiv und recherchiert bzw. tauscht sich aus über Themen wie Wahl der Kita/ Schule, AGs/ Hobbys, generelle Erziehung, gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, und und und?

Na DU, liebe Mama!!! 

Das ist Multitasking, liebe Leute. All diese Sachen im Kopf haben und trotzdem nicht verrückt werden. Hammer!

Glaubst Du jetzt, dass Du eine GUTE Mutter bist? Prima. Mütter sind quasi die weltbesten und gleichzeitig schlechtbezahltesten Manager ever. CEO at Home und so.

Gäbe es am Ende des Tages nicht diese innige, feste Umarmung meiner Tochter und die Küsse meines Sohnes unter „meeeeiiiine Mama“-Gemurmel, das Gealber und Gelächter und ihre ganze geballte Zauberhaftigkeit im Quadrat, ich würde manchmal am liebsten alles hinschmeißen. Aber sie kriegen ja mich doch, diese kleinen Biester, und dafür liebe ich sie mehr als alles andere auf der Welt.

Eure Jasmin

P.S. Ergänzungen erwünscht!

blogpic-multitasking-danke-mama

 

 

 

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